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Katamarane, die mit über 100 km/h übers Wasser fliegen. Ein Saisonbudget von 110 Millionen Euro. Sebastian Vettel als Mitinhaber. Und trotzdem: In Deutschland kennt kaum jemand SailGP. Genau das ist die Aufgabe, die wir seit Anfang 2025 für das deutsche SailGP-Team übernommen haben. Und sie hat uns vor eine Frage gestellt, die sich in der modernen Pressearbeit immer häufiger stellt. Wie macht man Menschen neugierig auf etwas, das sie noch nie gesehen haben?
Das deutsche SailGP-Team baut seine Präsenz im deutschen Markt aktiv aus. Mit Steuermann Erik Kosegarten-Heil, einem Teambudget von rund zehn Millionen Euro und einem Heimrennen in Sassnitz auf Rügen (21. bis 23. August, bereits 2025 mit mehr als 25.000 verkauften Tickets) gibt es viel zu erzählen.
Aber SailGP ist ein visueller, physischer, emotionaler Sport. Wer ihn nie gesehen hat, dem fehlt das Bild. Wer nie auf dem Wasser war, dem fehlt das Gefühl. Und wer die Athlet:innen nicht kennt, dem fehlt die Geschichte dahinter. Das kann keine Pressemitteilung leisten. Auch kein noch so sorgfältig formuliertes Briefing-Dokument.
Dazu kommt eine Realität, die im modernen Sportjournalismus und in der PR-Arbeit immer stärker wirkt. Online-Redaktionen entscheiden, welche Themen sie begleiten, zunehmend anhand von Interaction Rates. Wer auf die Leserschaft zieht, bekommt Platz. Wer das nicht beweisen kann, bleibt draußen.
Statt klassischer Pressekonferenz haben wir als Agentur ein Medienevent konzipiert, das genau diese Lücke schließt. Gemeinsam mit dem deutschen SailGP-Team luden wir Journalist:innen aus Print, Digital und Nachrichtenagenturen ein. Einen halben Tag auf der Hamburger Alster, mit dem Team.
Den Austragungsort haben wir nicht zufällig gewählt. Der Norddeutsche Regatta Verein ist für Erik Kosegarten-Heil mehr als eine Location, hier holte er zweimal olympisches Bronze im 49er. Eine Geschichte, die sich von selbst erzählt, sobald man vor Ort ist.
Das Programm umfasste gemeinsame Segelwenden auf J/70-Sportbooten aus der Segelbundesliga, direkte Interviews mit den Athlet:innen, Onshore-Gespräche und BBQ. Kein Skript, keine Bühne. Echte Begegnungen statt inszenierter Präsentationen.
Neben Erik Kosegarten-Heil waren Anna Barth, Lennart und Linov dabei. Anna Barth, 21 Jahre, Hamburgerin, Strategin des Teams, brachte eine besondere Qualität mit. Sie kennt die Stadt, den Hafen, den Sport. Und sie erklärt das alles mit einer Klarheit, die jede Redaktion schätzt.
Für reichweitenstarke Online-Medien ergänzten wir das Angebot um Ticketverlosungen für das Rennen in Sassnitz, ein Instrument, das Redaktionen konkrete Interaktion mit ihrer Community ermöglicht und das wir in der Pressearbeit für Sportevents erfahrungsgemäß dankbar angenommen sehen.
Akkreditiert hatten sich stern.de, dpa/Yacht, die Ostsee Zeitung und das Hamburger Abendblatt. Der Abendblatt-Artikel zeigt, was möglich ist, wenn Journalist:innen wirklich Zugang bekommen. Er porträtiert Erik Kosegarten-Heil als Mensch, erklärt die Liga mit ihren Zahlen und Strukturen und ordnet das deutsche Team in einen größeren Kontext ein. Keine Sportmeldung, ein Porträt. Genau die Art von Berichterstattung, die eine junge Liga in einem neuen Markt braucht.
Medienerlebnisse wie dieses funktionieren, weil sie etwas liefern, das keine Pressemitteilung kann. Material, das visuell, emotional und menschlich wirkt. Wer einmal auf einem Segelboot gestanden hat, schreibt eine andere Geschichte als jemand, der nur einen Briefing-Text gelesen hat.
Dabei zeigt dieses Event auch, wie sehr es darauf ankommt, die Logik moderner PR-Arbeit und Medienarbeit zu verstehen. Redaktionen haben heute weniger Spielraum, als viele denken. Pressearbeit, die diesen Spielraum aktiv unterstützt, durch Interaktionsangebote, starke Bilder und Geschichten, die auf Publikum treffen, hat bessere Chancen auf echte Präsenz.
Für das deutsche SailGP-Team war dieser Tag auf der Alster mehr als ein Networking-Termin. Er war ein Schritt in einer längeren Arbeit. Einen Sport in Deutschland bekannt machen, der es verdient, gesehen zu werden.
Den Eindruck des Tages aus Team-Perspektive hat unsere Kollegin Bella auf LinkedIn zusammengefasst.