Native Advertising: Smartwatches
Native Advertising: Smartwatches, Foto via Pexels

Die Zukunft von Native Advertising

Native Advertising ist mittlerweile eine etablierte Form, um Werbebotschaften zu platzieren. Doch was genau ist Native Advertising nun eigentlich? Das Advertorial im Print-Magazin? Die Social-Ads, die durch unsere Facebook, Instagram und Twitter Feeds laufen? Oder technische Lösungen wie die von Outbrain, die Content distribuieren? Senior Digital Commercial Director bei CNN International Commercial, Brandon Keenen, definierte Native Advertising wie folgt:

„All Advertising is meant to be native. Everyone tries to blend with the platform.”

Mir gefällt die Definition gut, da sie keine klaren Grenzen setzt und für mich in Zeiten, in denen Schlagworte wie „Kontext“ und “integrative Ansätze im Marketing” heiß diskutiert werden, am aussagekräftigsten ist. Die Plattformen, die Native Advertising bereits nutzen, sind riesig. Doch wir wollen einen Blick nach Vorne wagen: Was werden die Trends der Zukunft sein und in welchem Kontext werden wir unsere Botschaften vermitteln können? Ich habe ein paar Tendenzen aufgelistet, die in nächster Zeit relevant sein werden und Wachstumspotenzial versprechen:

Virtuelle, sprachgesteuerte Assistenten
Alexa, Siri, Cortana und Co. sind auf dem Vormarsch und bereits in vielen Haushalten integriert. Die ersten News-Anbieter haben bereits Applikationen entwickelt, die Alexa die Neuigkeiten des Tages ausspucken lassen. Botschaften werden also zukünftig auch in diesem Kontext platziert werden können.

Dark Social
Laut eines Papers von RadiumOne werden weltweit rund 9% der „on-site shares“ auf Facebook und rund 7% auf anderen Social Media Plattformen geteilt. Den großen Rest bildet das sogenannte “Dark Social”, also WhatsApp, WeChat und andere persönliche, für Marketer nicht trackbare, Kanäle. Hier müssen wir uns in diese noch größtenteils unerforschten Bereiche trauen und als Marke loslassen können und akzeptieren, dass diese Bereiche nicht getrackt werden können.

360° Videos und VR
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis 360° Videos und insbesondere VR auch den Mainstream erreichen. Beide Tools werden Meilensteine sein in Punkto Content und Storytelling.

Live-Streaming
Fast alle Social-Media-Plattformen bieten mittlerweile eine Live-Stream Funktion an. In meinen Augen eine tolle Möglichkeit für Marken, ihren Content zu platzieren und sich direkt mit den Zuschauern auszutauschen.

Chat-Bots
Intelligente Chat-Bots verbreiten sich rasant und werden von Tag zu Tag besser. Können wir noch unterscheiden, ob ein Bot oder ein Service-Mitarbeiter mit uns “spricht”? Der Chat-Bot bietet enorme Möglichkeiten der Interaktion zwischen einer Marke und dem User.

Smartwatches und Personal Devices
Smartwatches und Personal Devices sind oft der verlängerte Arm des Smartphones. Wer es auf diesen Medien schafft smarten Content zu kreieren, der hat eine gute Chance sich tief im Alltag des Nutzers zu verankern.
Storytelling und Werbung wird sich im digitalen Zeitalter verändern. Gut möglich also, dass die Botschaften inklusive gesponsertem Inhalt bald nur noch eine Vibration der vernetzten Smartwatch ist, wenn ich einen Laden oder ein Geschäft betrete, an dem ich schonmal via Facebook Interesse ausgedrückt habe. Wir sind gespannt, was da noch kommt.

Weiterführende Literatur:
brandeins – Werbung im Schafspelz
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