Rebriefing #1

Wie Media- und Influencer-Relations während der Corona-Krise funktioniert

pr-und-influencer-relations-agentur-berlin-Rebriefing #1: Wie Media- und Influencer-Relations während der Corona-Krise funktioniert

Wir sind in der vierten Woche Corona-Krise und im Home-Office, was dank unserer Cloud-Infrastruktur reibungslos klappt. Doch was läuft in Sachen PR, wie sieht unsere Arbeit nun aus, was hat sich verändert? In nächster Zeit wollen wir mit Euch unsere Erfahrungen und Learnings teilen, die wir aktuell bei der Arbeit mit Marken, Medien und Multiplikatoren machen. Dabei werden wir Euch Tipps und Tricks verraten sowie neue PR-Hacks und Strategien vorstellen, wie Lifestyle-PR auch in Corona-Krisenzeiten gut gelingen kann. Als Information, Infusion und Inspiration.

Übrigens: Wir haben eine Karte erstellt, in welchen Ecken Berlins wir unser Home Office aufgeschlagen haben.

Produkte // Seeding und Sampling geht auch mit Home-Office

Die meisten Verlagsbüros sind nicht mehr besetzt. Dennoch machen Musterversände an Journalisten weiterhin Sinn. Denn Medien brauchen Content. Wichtig dabei ist: Journalisten müssen die Samples in den eigenen vier Wänden oder bei den wenigen noch erlaubten Outdoor-Freizeitaktivitäten testen können. Passende Beispiele sind Beauty-Produkte oder Laufschuhe. Aber wie kommt man an die Versandadresse, wenn alle von zuhause aus arbeiten? Normalerweise sind Redakteure*innen sehr zurückhaltend mit der Herausgabe privater Daten. Aktuell ist das nötig und möglich, geht aber nur über den persönlichen Kontakt und setzt die Bereitschaft der Journalisten*innen voraus, die Produkte auch anzunehmen. Das alles gilt auch für Influencer. Für Paula’s Choice und ASICS haben wir das gerade gemacht.

pr-und-influencer-relations-agentur-berlin-Rebriefing #1: Wie Media- und Influencer-Relations während der Corona-Krise funktioniertMarken // Wie ASICS trotz Reiseverbot einen weltweiten Produkt-Launch mit Journalisten hinbekommt

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Ursprünglich war der Launch von drei revolutionären ASICS Schuh-Modellen im Vorfeld der Olympischen Spiele zum Innovationsgipfel in Tokio geplant. Statt den Launch zu verschieben, hat Asics die Produkte erstmals in einem „Virtual Reality“-Format präsentiert. Das Asics-Team bei Schröder+Schömbs PR wählte Key-Medien- Partner aus, die über ein  VR-Set exklusiven Zugang zur Präsentation erhielten. Ein gutes Beispiel dafür, wie Marken aktuell mit digitalen Assets Journalisten im Home-Office begeistern können. Links zum Press-Kit und Video.

Sport // Kann man Sport auch ohne Spiele in Medien platzieren?

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Yes, we can! Es ist für uns schon Herausforderung genug, ohne Spiele und Talente vor Ort für die National Basketball Association in Deutschland PR zu machen. Nun pausiert die NBA-Saison, was die Sache nicht leichter macht. Statt der wöchentlichen Primetime-Spiele am Sonntag tritt jetzt Thibaut Courtois, der belgische Fußball-Nationalspieler und Torwart von Real Madrid, per NBA2K20-Videospiel gegen Sportpersönlichkeiten, Prominente und Influencer aus ganz Europa an. Immer Sonntags um 21 Uhr spielt Courtois ein virtuelles Match, das über Social Media angekündigt und auf seinem Twitch-Kanalgestreamt wird. Beim ersten Spiel am 29. März vertrat der Belgier die Milwaukee Bucks und traf auf Mats Hummels, der mit den Dallas Mavericks an den Start ging. Obwohl wir den Medien im Vorfeld – außer einem Text – keine weiteren Pressematerialien (Foto, Video) und kein Zitat vom Dortmunder Verteidiger anbieten konnten, hatsogar der Sport-Informations-Dienst (SID) eine Ankündigung dazu gemacht. Das passiert selten, da normalerweise nur Ergebnismeldungen publiziert werden. In Zeiten wie diesen sind Sportredaktionen also besonders dann an virtuellen Ereignissen interessiert, wenn prominente deutsche Sportler dabei im Spiel sind.

Medien // Vertrauen ist die Währung der Stunde, Lokales wird relevanter

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Besonders in Krisenzeiten schätzen Leser und User kompetenten und verlässlichen Journalismus. Eine Position, die seit jeher regionale und überregionale Tageszeitungen abseits des Boulevardjournalismus vertreten. Besonders regionale Zeitungen erleben seit Beginn der Corana-Pandemie einen sprunghaften Anstieg beim Zeitungsverkauf und bei der Nutzung ihrer digitalen Angebote. Bestes Beispiel dafür ist “Der Tagesspiegel” aus Berlin. Allein die Zugriffszahlen auf tagesspiegel.de haben seit Februar um 65% zugelegt, die Zahl der verkauften Exemplare steigt – die kommenden IVW-Zahlen werden das bestätigen. Marco Barei, Verlagsleiter Digitalvermarktung des Tagesspiegel, erklärt warum: “Auch unsere  Bezirks-Newsletter wachsen stark. Durch die Kontaktverbote und die Ausgangsbeschränkungen ist für unsere Leser alles, was in ihrem Kiez passiert, noch relevanter.”In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen ist Lokales relevant. Auch für Leser außerhalb Berlins. Unsere Prognose: Auch wenn sich die Zahlen nach der Krise nivellieren, gewinnen “Vertrauensmedien” auf lange Sicht an Glaubwürdigkeit und Reichweite hinzu.