Die Abenteuer unserer Mitarbeiter

Generation Z auf dem Weg in die Arbeitswelt

Die Arbeit im Wandel

Durch die Digitalisierung sind wir 24 Stunden am Tag erreichbar. Es herrscht ein permanenter Konsum der digitalen Kanäle. Ein Selfie hier, ein Like da. Das Smartphone wird zum Arbeitsgerät und Instagram zur Goldgrube. Nach der Devise: Zeig mir dein Instagram-Profil und ich sage dir, wer du bist.

Klar, ohne Digitalisierung wären wir heute nicht dort, wo wir jetzt sind. Trotzdem wird der Arbeitsmarkt, gerade in Bezug auf die jungen Generationen, immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt: Wie funktioniert die generationsübergreifende Zusammenarbeit? Welche Anreize müssen für die Generation Z geschaffen werden, um sie als zukünftige Mitarbeiter zu gewinnen?

Jung und Alt – Die Generationen im Überblick

Boomer: geboren zwischen 1946 und 1964
Generation X: geboren zwischen 1965 und 1979
Generation Y: geboren zwischen 1980 und 1994
Generation Z: geboren zwischen 1995 und 2012

Wer ist eigentlich mit Generation Z gemeint?

Unter der Generation Z versteht man die jungen, konsumfreudigen, technikaffinen Menschen, die nach und nach auf den Arbeitsmarkt strömen. Also junge Erwachsene, die ab 1995 geboren, maximal 25 Jahre alt sind und die digitale Welt quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben. Ein Leben ohne digitalen Zugang ist für sie kaum vorstellbar. Sie sind die “Digital Natives”, ganz nach dem Motto: “Mobile only!”

Aktueller Stand

Home Office, Remote Work, flexible Arbeitszeiten – Das ist mittlerweile Standard in vielen Lifestyle-Agenturen. Da der Wunsch nach einer ausgewogenen Mischung aus Arbeit und Freizeit wächst, geht es nicht mehr nur darum, genügend Geld nach Hause zu bringen. Die Generation Z weiß, was sie will und ist bereit, dieses auch einzufordern. Nur aufgrund von Loyalität und Sicherheit 50 Jahre im selben Betrieb bleiben? Für Generation Z keine Option. #sorryboomer

Die Generation Z als “schwarzes Schaf”?

Hippes Büro in Berlin Mitte, Sneakerhead, der Blick Richtung Smartphone gesenkt, hohe Gehaltsforderungen, geringe Leistungsbereitschaft, flexible Arbeitszeiten, der Wunsch nach flachen Hierarchien. Die Liste der Klischees über die Generation Z ist lang. Noch nie wurde so stark über eine Generation öffentlich debattiert.

Häufig wird die Arbeitsmoral der Generation Z stark bemängelt. Die Zusammenarbeit mit ihr gestaltet sich laut der älteren Generationen eher schwierig. Auch bei der Kommunikation komme es zu Verwirrung. Während Boomer bis Generation Y sowohl im Arbeitsleben als auch im privaten Umfeld das persönliche Gespräch präferieren, bevorzuge die Generation Z hauptsächlich Online-Kommunikation via Mail, WhatsApp oder Social Media. Die Generation Z sei auch nach Studium und Gap-Year auf Sinnsuche, ohne klare Vision, aber mit dem Anspruch einen tollen, erfüllenden Job zu finden.

Und wie sieht sich die Generation Z selbst?

Woran sich die jungen Menschen orientieren, ist laut der letzten Untersuchung der Studie Junge Deutsche 2019 klar ersichtlich: Sie legen Wert auf Gesundheit, Freiheit, Freundschaft, Gerechtigkeit und Familie. Im Hinblick auf die Arbeitswelt machen für die Generation Z folgende Eigenschaften einen guten und attraktiven Arbeitgeber aus: angenehme Arbeitsatmosphäre, eine gute Work-Life-Balance und ein harmonisches Verhältnis zu den Vorgesetzten.

Als Informationsquelle bei der Jobsuche spielt an erster Stelle eine gute Website, die auch auf dem Smartphone überzeugt, eine große Rolle sowie persönliche Empfehlungen und Einblicke durch die guten alten Praktika.

You need to calm down – wir beißen nicht

Auch wenn die Generation gerade stark in der Kritik steht: Sie ist gekommen um zu bleiben. Klar, alles was neu ist, ist erstmal doof – got it. Aber: Die Generation Z ist offen für neue Lebensmodelle und Denkweisen. Sie ist selbstbewusst, hinterfragt die alten Arbeitsstrukturen, ist wieder politischer und setzt sich für Themen ein, die auch für zukünftige Generationen relevant sind. #fridaysforfuture

Fazit

Und wie funktioniert die generationsübergreifende Zusammenarbeit nun?
Erstmal entspannt bleiben. Gerade bei einer so durchmischten Lebens- und Arbeitskultur lernt und profitiert jede Generation voneinander. Außerdem treffen die Generationen-Labels in der Regel nicht auf alle Mitglieder zu. Ich bin selber Teil der Generation Z, kann mich in einigen Punkten klar mit ihr identifizieren und in anderen treffen die Eigenschaften nicht auf mich zu.

Am Ende ist es wichtig, dass sich alle Generationen sowohl untereinander als auch mit dem Arbeitgeber mit Respekt und Offenheit begegnen. Dann bekommen wir auch das gemeinsam geschaukelt. Bis jetzt hat es ja auch gut funktioniert! 🙂

 

– Paulin Behrmann