Mindestens einmal im Jahr:

Werbung in aller Munde

Zur Weihnachtszeit werden selbst die penetrantesten Werbe-Verweigerer in einen Sog gezogen, denn die Spots von Einzelhandel, Elektronikriese oder Prickelbrause machen ihre Runde und bringen weihnachtliche Stimmung in wenigen Minuten. Doch warum funktioniert das Phänomen “Weihnachtswerbung” so gut?

Die Weihnachtszeit gehört traditionell zu den werbestärksten Wochen des Jahres, sind wir hier doch am anfälligsten für Emotionen und Kaufrausch. So geht es in den Spots in TV und Web mal um tiefe sentimentale Gefühle und mal um die lustige Aufarbeitung der oft absurden Geschehnisse rund um Geschenke-Einkauf oder Familienzusammenkunft zur Weihnachtszeit.

Die Zeit für Emotionen ist angebrochen und zwischen Minimalismustrend und Geschenkerausch erwischt es uns irgendwann alle: “Hast du schon den neuen Spot von xy gesehen?” Wenn es nicht als klassische TV-Werbung beim feierabendlichen Zappen zwischen der Guilty Pleasure Telenovela oder bei vorgeschalteter Werbung auf dem YouTube-Kanal, so ist es spätestens die Social-Media-Timeline, die uns mit den Spots versorgt.
Wir geben uns ganz dem Talk of the moment hin wenn wir mit unseren Kollegen, Freunden oder Familie über die neuesten Spots von Apple, Edeka oder IKEA sprechen und so verbreitet sich die frohe Marken-Weihnachtskunde Schritt für Schritt immer weiter im Netz. Noch ein knackiger Hashtag, wie #heimkommen oder #allesdrin, dazu und schwupps trendet die Weihnachtswerbung auch auf Instagram, Twitter & Co.
Aus dem reinen Fernsehspot wird eine allum spannende Digitalkampagne, die auf allen Kanälen Vorfreude auf die Festtage schürt. Die Absender? Vollkommen zufrieden. Denn es menschelt mal wieder, Produkte werden bekannter, Marken nahbarer und je länger man darüber nachdenkt: hat man jemals schon eine schlechte Weihnachtswerbung gesehen? Eben.

Meine Tops für Weihnachten 2018:
Otto: Weihnachten ist alles drin
Aldi: Einfach Weihnachtsstimmung anknipsen
Zalando: Christmas. Never out of Fashion
IKEA: Neues Weihnachten
Apple: Teile dein Talent

–Stefanie Rogoll