Die Abenteuer unserer Mitarbeiter

Digitale Transfor…Was???

Neue Signale, eine Berliner Agentur für digitale Innovationen, lädt zum ersten Themenabend ihrer Innovationstalk-Reihe „Digitale Transfor…Was???“ ein. Um digitale Fragen, Themen und Trends soll es gehen. Genau unser Ding also und so nehmen wir die Einladung gerne an. Der Schauplatz ist Moabit. Das Thema des Abends: „Alltag stößt auf digitale Realität“.
Was steckt hinter der digitalen Transformation um die sich die ganze Eventreihe dreht? Was sind die digitalen Innovationen? Und wie wirken sie sich auf unseren Alltag aus? Bas Timmers, einer der Gründer von Neue Signale, bringt mit seinem Eröffnungstalk über Missverständnisse der digitalen Transformation Licht ins Dunkle.

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Was ist die digitale Transformation?
Neue digitale Technologien rufen globale Veränderungsprozesse in Unternehmen und der Gesellschaft hervor. Was das für den Alltag bedeutet, verdeutlicht Bas anhand diverser Beispiele: im Office setzt man auf Cloud-Computing statt dicker Papierakten, zu Hause heißt es Netflix statt Kabel-Fernsehen und Feedly löst die traditionelle Berichterstattung ab. Das wird zur Folge haben, dass bestimmte Berufsgruppen aussterben, prognostiziert Bas. Das Schicksal wird, laut Bas, zum Beispiel Reiseverkehrsleute ereilen. Oder bucht noch jemand seinen Urlaub im Reisebüro? Als Resultat der digitalen Transformation schaffen sich bestimmte Dienstleistungen und Produkte also offensichtlich selbst ab und damit ist klar: Die digitale Transformation ist mehr als nur Smart-Watch und 3D-Drucker.

Digitale Innovationen als Auslöser
Der Trigger der digitalen Transformation sind digitale Innovationen. Das sind zum Beispiel Apps und Software, die Dinge des alltäglichen Gebrauchs sozusagen dematerialisieren. Aber was stößt digitale Innovation an? Bas gibt dazu eine Formel an die Hand: Makrowirtschaftliche Entwicklung + Technologische Entwicklung = Digitale Innovation. Die Formel ist einfach, das Ergebnis weitreichend. Und um nicht hinter dem Innovationsschub zurückzubleiben, sollten sich Unternehmen nicht die Frage stellen, ob sie in 3-5 Jahren etwa 3-5% Unternehmenssteigerung erzielen, sondern ob es ihre Dienstleistung oder ihr Produkt in 3-5 Jahren überhaupt noch gibt. Zur besseren Adaption von Unternehmen an die digitale Transformation gibt der Neue Signale Gründer zu Ende seines Vortrages noch fünf nützliche Tipps mit auf den Weg:

• Innovations-Themenabende für Mitarbeiter veranstalten
• Digitalisierte Bewerbungsprozesse einführen
• Kennenlernen von Best Cases (z.B. auf Konferenzen)
• Cloud-Lösungen für Bürosoftware und Buchhaltung
• Integration von digitalen Innovationen in den persönlichen Alltag

Digitale Transformation – nicht überall
Den zweiten Vortrag des Abends hält Philip Zettel von Network Media. Das Thema ist politische Kommunikation heute und morgen. Vorgestellt werden Fallbeispiele politischer PR, unter anderem die Küchentisch-Tour der SPD Sachsen. Die Küchentisch Tour, bei welcher der alte Küchentisch des SPD Landesvorsitzenden quer durchs Land tourt und zum Platz nehmen einlädt, wird von Phillip Zettel als die modernere Version der politischen Kommunikation beschrieben. Politische Parteien setzen in ihrer PR nur wenig auf Online-Kommunikation. Das hohe Potenzial der Zielgruppen auf Social Media Kanälen bleibt weitgehend unangetastet, so Phillip Zettel. Damit wird deutlich, dass die digitale Transformation noch nicht in alle Bereiche der Gesellschaft vorgedrungen ist. In der Politik wird scheinbar nach wie vor klassisch kommuniziert. Face to Face heißt die Devise. Die Mittel der Wahl(kampagne) sind, neben Küchentischen, vor allem Info-Stände, Plakate und Flyer.

Digitale Innovation in der Anwendung
Der dritte Beitrag des Abends kommt von Anotherworld, einem auf Virtual Reality-Anwendungen spezialisiertem Start-up. Ioulia, Mitbegründerin von Anotherworld, zeigt am Beispiel von Virtual Reality (VR) das Potenzial digitaler Innovationen.
VR findet Anwendung in den verschiedensten Bereichen: Architektur, Kultur, Entertainment und sogar in der Medizin. Ein neues Feld mit vielen Chancen also und fast alles scheint möglich – ein Trip irgendwo ins Nirgendwo und das ohne sich überhaupt von der bequemen Couch erheben zu müssen. In ferne Länder reisen, ohne auch nur das Haus zu verlassen. Weitere schlechte Neuigkeiten für Reiseverkehrsleute: Dieser Beruf wird wohl tatsächlich aussterben.
Als Anwendungsbeispiel von VR schicken uns die Jungunternehmer von Anotherworld auf eine virtuelle Reise in die Corcomroe Abbey in Irland. Ein Kloster aus dem 12. Jahrhundert, das von den Virtual Reality Fachleuten rekonstruiert und modelliert wurde. Wir setzen die VR-Brillen auf und haben durchaus Spaß an dieser digitalen Innovation.

VR-experience

– Kristin Saßmannshausen