Gegen die Kopfschmerzen, die die US-Supermarktkette Wal-Mart gerade mit Videofilmen hat, fällt die Lidl-Affäre mit den Mitarbeiter-Videos ziemlich klein aus: 36 Jahre lang hat Wal-Mart die Filmproduktion Flagler Productions interne Meetings und Konferenzen aufgezeichnen lassen - bis sie der Firma vor zwei Jahren kündigte. Den Filmern brach ihr größter Kunde weg. Aber nun sitzen sie auf einem Schatz, der noch viel größer ist: Unzählige Stunden internes Filmmaterial, das sie jetzt zum Preis von 250$ pro Stunde für “Recherche-Zwecke” verkaufen. Und für das Material gibt es jede Menge Interessenten: Zivilkläger, Verbraucherschützer, Gewerkschaften …
Wie das gehen kann? Nun, es gab keinen Vertrag zwischen Wal-Mart und den Filmproduktion. Gar keinen. Damit gehört das Material rechtlich demjenigen, der es aufgenommen hat. Und der denkt gar nicht daran, auf das Rückkauf-Angebot von Wal-Mart in Höhe von 500.000$ einzugehen. Die Filmer dachten da mehr an 145 Mio. $ …
Aus gadget lab via TechDirt via AP








0 Meinungen zu “Wal-Mart-Film-Festival: 36 Jahre mitgefilmt”