Der Prenzlauer Berg werde gerade zum „Wissen Sie eigentlich, wer ich bin?“-Bezirk schreibt “Die Zeit” in einer unterhaltsam kritischen Reportage über den Kiez der “Bionade-Biedermeier”, der „Ökoschwaben“ und der „Pornobrillenträger“, der gleich hinter unserem Büro losgeht. Noch ein Auszug:
Während die Musikschule draußen in Lichtenberg, tief im Berliner Osten, in den Kitas verzweifelt um Kinder wirbt, muss die Sekretärin der Zweigstelle Prenzlauer Berg dauernd ungeduldige Eltern vertrösten. Die Wartezeiten für Violine, Klavier und Cello: ein Jahr. Die Nachfrage nach der musikalischen Früherziehung, diesem Nadelöhr am Anfang jeder Intellektuellenbiografie, ist sogar so groß, dass einige Eltern ihre Babys schon mit der Geburt anmelden. Die Kinder auf den Wartelisten heißen in der Regel Paul und Paula, Conrad und Jacob, Marie und Mathilda. Alternativ zu sein heißt hier mittlerweile, in einer Zeit verwirrend vielfältiger Lebensentwürfe zu seiner Bürgerlichkeit zu stehen.







0 Meinungen zu ““Seelengevögelt by his Life””