Was tun mit 1.000 EUR?

1.400 EUR von LamborghiniAnekdoten über die Ausschreibung von Etats erleben wir im Agentur-Alltag so einige. Insbesondere gibt es natürlich immer noch viel zu häufig den Fall der unbezahlten Präsentation - kein Honorar für die Ausarbeitung einer Präsentation, keine Beteiligung an den Kosten z.B. für Grafik oder Reisen. Eine Praxis, die nicht nur unfair ist, sondern häufig auch Ausdruck mangelnder Professionalität des Ausschreibungsprozesses. Einen besonders krassen Fall darf man diese Woche im aktuellen Spiegel lesen:

Da gibt es in Rheinland-Pfalz eine Ausschreibung, in der es um die Imageförderung des öffentlichen Nahverkehrs geht. Über 40 Agenturen haben sich schon beworben, von denen das Ministerium nicht nur Konzepte sehen will, sondern auch noch 25 EUR für die Briefing-Unterlagen. Das allein nicht genug: Intern scheint man sich schon für einen Anbieter entschieden zu haben und ist genervt von der Anzahl der Pitch-Teilnehmer. Das steht in einer E-Mail, die schlauerweise gleich mal an die sich bewerbenden Agenturen geschickt wurde:

“Noch ein Wett­bewerbs­teil­neh­mer. Ich habe schon über­legt, ob ich ihm sagen soll, dass er nicht mehr die Schnitte einer Chance hat, aber habe mich dann doch für die 25 Euro ent­schie­den. Was machen wir eigent­lich mit dem Geld? Da sind jetzt mehr als 1000 Euro rein­gekom­men. Dafür könnten wir z. B. so eine schöne Edel-Kaf­fee­koch­anlage auch bei uns im Flur instal­lie­ren. Dann musst du nicht täglich in die Kantine.”

0 Meinungen zu “Was tun mit 1.000 EUR?”


  1. Nix.

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